Infobriefe

 

In regelmäßigen Abständen informieren wir Sie hier über aktuelle Themen im Rahmen eines Infobriefes.

 

Rundbrief vom 21.03.2021

Liebe Pflegeeltern,

so wie sicherlich euch allen macht auch uns der Lockdown zu schaffen. Zu der anhaltenden Herausforderung, die Kinder im Hause zu betreuen und bei den Aufgaben aus der Schule zu helfen, und zur oft auch gleichzeitigen Bewältigung der beruflichen Verpflichtungen im Homeoffice kommen für viele von euch und uns die Betreuung von betagten oder sogar kranken Familienmitgliedern und sonstige Hilfen in Nachbarschaft, Ehrenamt und/oder Gemeinde dazu. So ist einiges in den letzten Monaten liegengeblieben und wir entschuldigen uns für den Mangel an Infos und Updates!

Aber es gibt uns noch! Und hiermit starten wir in eine neue Runde in der Hoffnung, dass die beschlossenen Lockerungen von Dauer sein werden und noch weitere dazu kommen.

Vor allen Dingen würden wir sehr gerne von euch/Ihnen hören, wie Sie die letzten Monate verbracht haben und welche Fragen und Sorgen euch/Sie besonders bewegen. Wir wären sehr dankbar, hierzu viele Rückmeldungen zu bekommen, damit wir uns bei unserer Arbeit nah an euren/Ihren Bedürfnissen orientieren können.

Bitte nutzt hierfür unsere Mailadresse „info(at)pflegeelternvertretung.de“.

Der folgende Hinweis kommt von Annette Müller und ist äußerst wichtig für Pflegekinder, die bereits Einkommen haben (z.B. Ausbildungsvergütung) und bis zu 75% dieser Einnahmen als sogenannten „Kostenbeitrag“ ans Jugendamt zurückgeben sollen.

„Im Dezember gab es eine Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichtes. Hierin wird bestätigt, dass die Berechnungsgrundlage das monatliche Durchschnittseinkommen des Vorjahres ist. Die Hamburger Behörden haben bis zur Veröffentlichung dieser Pressemitteilung das aktuelle Einkommen zur Berechnung herangezogen. Deshalb ist es wichtig, wenn der/die Jugendliche den Zahlungsbescheid bekommt, genau nachzulesen, wonach sich die Höhe der Zahlung berechnet. Gegebenenfalls sollte sofort Widerspruch eingelegt werden. Noch ist unklar, welchen Einfluss dieses Urteil für die Kostenheranziehung hat, insbesondere für die Bescheide, die vor der Urteilsverkündung verschickt wurden und die dazu anhängigen Widersprüche. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Jugendliche nach erneuter Prüfung auf Grundlage dieses Urteils weniger an Kostenbeitrag zu leisten hat. “ Annette Müller schreibt weiter: „Wir stecken gerade in diesem Verfahren, und werden Euch darüber berichten, wenn es etwas Neues gibt.“ Hier kommt der Link zum Urteil: https://www.bverwg.de/pm/2020/74

Unsere Webseite wird in der nächsten Zeit überarbeitet und in dem Zuge auch endlich wieder aktualisiert. Da ja leider immer noch keine persönlichen Treffen (Stammtisch, Spielenachmittage, öffentliche Sitzungen etc.) möglich sind, werden wir euch mit diesem Rundbrief auf dem Laufenden halten.

Solltet ihr also weiterhin Interesse daran haben, diesen Rundbrief zu erhalten, so freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung an: birgit.jahn(at)gmx.de

Ganz herzliche Grüße
Ihre/eure PflegeElternVertretung

Rundbrief Dezember 2020

Liebe Pflegeeltern,

ich hoffe sehr, dass unser Dezember-Brief Sie und Ihre Familien in guter Gesundheit erreicht. Auch wenn in diesem Jahr alles so viel anders ist als sonst, möchten wir Sie gerne mit dem Beitrag „Rituale“ (von Gudrun Schreiber) erfreuen.

Der neuerliche harte Lockdown wird es sicherlich noch schwerer machen, allen Wünschen und auch Ansprüchen von leiblichen Eltern, Großeltern und auch der eigenen Familie gerecht zu werden. Und da ist auch der „besondere Kummer“ von den meisten Kindern, die von ihren Eltern getrennt leben. „Manchmal lässt sich der Kummer verscheuchen oder er versteckt sich, klopft leise an oder wird stark und laut. Erlaube dem Kummer, sich hin und wieder zu melden.“ So drücken es Homeier und Wiemann in ihrem Buch Herzwurzeln (2016) aus. Auch dabei können wir den uns anvertrauten Kindern helfen.

Ein sehr ungewöhnliches Jahr liegt hinter und ein ungewisses vor uns. Dieses Fazit haben wir als Familie in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder gezogen, wenn wir am Jahresende zusammensaßen und die Ereignisse der letzten Monate Revue passieren ließen. Und immer spielte der große Faktor Hoffnung bei uns eine entscheidende Rolle: Hoffnung auf positive Veränderung, auf die Lösung von Problemen und auf Besserung der derzeitigen Situation. Schon lange haben wir uns von der Tradition verabschiedet, den Heiligen Abend mit dem Austausch von Unmengen an Geschenken zu verbringen, sondern mit Geschichten, Gedichten und Liedern. Daher war Weihnachten für uns schon immer ein Fest des Dankbarseins füreinander und für die Botschaft der Hoffnung, die Gott durch die Geburt seines Sohnes verkündigte. Jetzt ist es nicht anders. Der Unterschied ist „nur“, dass es diesmal die gesamte Menschheit betrifft.

Ich wünsche Ihnen allen von Herzen ein Fest, das geprägt ist von Hoffnung und Dankbarkeit, und ein gesegnetes Neues Jahr!

Ihre PflegeElternVertretung